UZH Space Hub Forschungsprojekt zur Lärmminderung am Flughafen Zürich

UZH Space Hub Forschungsprojekt
Bild: UZH Space Hub

Fluglärm ist ein viel diskutiertes Problem im Grossraum Zürich. Von Seiten der Wissenschaft wird intensiv geforscht um Verbesserungen zu erzielen. Im Rahmen eines von der Swiss SkyLab Foundation initiierten 3-jährigen Projekts wurde in einem Konsortium zusammen mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Pilotenassistenzsystem LNAS (Low Noise Augmentation System) für den sogenannten Continuous Descent Approach (CDA) weiterentwickelt. Dieses System soll Piloten im Alltag dabei helfen, Lärmimmissionen bei Anflügen minimal zu halten und gleichzeitig möglichst ökonomisch anzufliegen.

Vom 9. bis zum 13. September 2019 wird am Flugplatz Dübendorf das DLR-Forschungsflugzeug ATRA (Advanced Technology Research Aircraft), ein Airbus A320, stationiert. Von dort werden am Flughafen Zürich optimierte Anflugverfahren erforscht anhand von rund 70 Anflügen auf die Piste 14 (Nordanflug). Diese Flüge werden flugmechanisch und aus Pilotensicht untersucht sowie mit 7 Lärmmessstationen entlang der Anflugachse aufgezeichnet. Im Anschluss werden die Flüge mit dem an der Empa entwickelten Fluglärmmodell sonAIR nachsimuliert um in Form von Lärmkarten Aussagen zur Wirkung dieses Assistenzsystems zu ermöglichen. LNAS soll mittelfristig als industrialisierte Lösung auf regulären Linienflugzeugen implementiert werden.

Das Projekt wird durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt, den Kanton Zürich, das Bundesamt für Umwelt und durch Eigenmittel der Projektpartner finanziert.

Weitere beteiligte Organisationen sind die Skyguide welche während dieser Woche die Testflüge leitet, der Flughafen Zürich für Koordination der Anflüge, 25 Piloten von Swiss Airlines, Edelweiss und Lufthansa welche das neue System erproben, die Luftwaffe welche die temporäre Stationierung des Forschungsflugzeuges in Dübendorf ermöglicht und die Swissport welche mit ihrem Service am Boden unterstützt.

(Text von Monika Sebele)